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„Bring mir den Jungen“
- Voldemort


Am letzten Schultag von Harry Potters sechstem Schuljahr war es Voldemort mit seinen Anhängern gewesen, welcher Hogwarts einen Besuch abgestattet hatte. Seine Macht war über die letzten Monate gewachsen und sein Ziel war es nun gewesen den Jungen in seinen Händen zu halten, der ihm schon so viele Male entkommen war. Alles war vorbereitet gewesen, alles war bis ins Detail geplant gewesen und doch musste er auch dieses Mal eine Niederlage verzeichnen.

Seine Pläne waren verraten worden. Aus den eigenen Reihen. Er würde den Verräter finden und ihn seiner gerechten Strafe zukommen lassen. Aber der Angriff auf Hogwarts war nicht völlig eine Niederlage gewesen. Er hatte der Welt wieder einmal seine Macht bewiesen. Bewiesen dass er, der größte Zauberer aller Zeiten, wieder zurückgekehrt war und dass man sich ihm besser nicht in den Weg stellen sollte. Seine Anhänger haben es nun nicht länger nötig sich verstecken zu müssen, in dunklen Ecken herumtreiben zu müssen, sondern nun können sie erhobenen Hauptes durch die Straßen ziehen. Ganz so wie in den alten Zeiten. Viele sind sie geworden in den letzten Monaten. Zu viele für das Ministerium, als dass sie überall zugleich sein könnten. Außerdem scheut sich das Ministerium davor sie auf offener Straße zur Rechenschaft zu ziehen. Die Gefahr, dass Unschuldige dabei zu Schaden kommen könnten, ist ihnen zu hoch. Ja, so ist das Ministerium. Es setzt stets das Wohl Aller über ihre Ziele. Hält stur an Regeln und Gesetzen fest und ist in keinster Weise in der Lage den Ernst der Lage zu erkennen. Zu erkennen wie viel wirklich auf dem Spiel steht. Kein Wunder also, dass es in all den Jahren nichts erreicht hat. Albus Dumbledore mag nicht die Sympathien Aller besitzen, doch er hat diese Gefahr nicht gescheut. Er hat den Jungen über das Leben aller anderen Schüler gesetzt. Er hat das getan, was das Ministerium nicht tun wollte – Prioritäten gesetzt. Allerdings hat dies dazu geführt, dass er sein Amt als Schulleiter in Hogwarts niederlegen musste. Nach den Ereignissen, bei der viele Schüler verletzt und sogar 2 zu Tode gekommen waren, war er für eine solche Institution nicht länger tragbar gewesen.


Ja, es gibt ihn noch – den Orden des Phönix – und vermutlich kann er in diesen Zeiten, in welchen Voldemorts Anhänger und Sympathisanten durch die Straßen ziehen und ganz unverblümt die Vorgehensweise des Ministeriums anprangern, andere ihre Meinung spüren lassen, eine hohe Zahl an neuen Mitgliedern zu verzeichnen, doch auch sie würden nichts an der Zukunft der Zaubereigesellschaft ändern können. Gut, sie würden für eine nervenaufreibende und höchst unnötige Verzögerung sorgen, aber aufhalten? Nein aufhalten würden auch sie es nicht können. Nicht alleine. Der Stein der Veränderung war ins Rollen gebracht worden und nichts und niemand würde ihn mehr aufhalten können, so wächst er doch mit jedem Tag an Größe. Viele Hexen und Zauberer, welche einst nur hinter vorgehaltener Hand zu ihrer Meinung gestanden waren, haben durch das Öffentliche Auftreten von Voldemorts Leuten an Mut gewonnen. Mut bekommen nun auch öffentlich zu ihrer Meinung zu stehen. Hexen und Zauberer, von welchen man es nie vermutet hätte, haben sich in den letzten Wochen als Anhänger der neuen Weltordnung entpuppt. Für Voldemort eine sehr zufriedenstellende Entwicklung. Doch ist die Verankerung der neuen Weltordnung per Gesetz nicht das einzige Ziel welches Voldemort verfolgt. Es gibt ein weiteres Ziel. Ein höchst persönliches Ziel. Doch noch ist nicht die Zeit gekommen dieses Ziel in Angriff zu nehmen.


Aber nicht nur das Leben außerhalb der Mauern Hogwarts scheint aus den vertrauten Fugen geraten zu sein, sondern auch das Leben innerhalb der Schlossmauern hat sich nach diesem Tag verändert. Albus Dumbledore, der bei vielen Schülern, wie auch Schulpersonal, beliebte Zauberer musste seinen Posten als Schulleiter niederlegen. Eigentlich wäre von diesem Moment an Minerva McGonagall für die Institution zuständig, doch das Ministerium hat sich entschieden, aus verschiedenen Gründen, einen Schulleiter ihrer Wahl einzusetzen – Ignatius Warrington. Ein Mann ganz nach dem Geschmack des Ministeriums und damit soll gewährleistet werden, dass in Hogwarts der Unterricht zukünftig gemäß den Vorstellungen des Ministeriums abläuft. Nicht dass sich noch mehr Schüler der Rebellion anschließen oder es gar dem alten Schulleiter gleich tun wollen. Albus Dumbledore hat schon für genug Ärger in den Augen des Ministeriums gesorgt.

Ein neuer Schulleiter ist aber nicht die einzige Veränderung die in Hogwarts stattgefunden hat. Der Unterricht in Verteidigung gegen die Dunklen Künste wurde reformiert und somit erhalten die Schüler der ersten bis vierten Klasse einen Unterricht welcher sich speziell auf Verteidigungszauber konzentriert. Schüler der Klasse 5 - 7 erhalten dagegen einen Unterricht dessen Schwerpunkt aus Angriffszauber besteht. Warum genau es zu dieser Trennung kommt, darüber schweigt sich das Ministerium aus. Gewisse Lehrer an Hogwarts haben sich darüber jedoch bereits ihre ganz eigene Meinung gebildet und die würde dem Ministerium unter Garantie nicht gefallen.

Eine weitere Veränderung des Lehrplans gibt es dahingehend, dass Muggelkunde nicht länger zu einem, eher vernachlässigten, Wahlfach zählt, sondern vom Ministerium zu einem Pflichtfach gemacht wurde und zwar für alle Jahrgangsstufen. Es erhält nun denselben Stellenwert wie alle bisherigen Hauptfächer. Eine Änderung, die vermutlich nicht bei allen Schülern auf große Gegenliebe stoßen wird. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen den Ereignissen im Jahr davor und denen die in der Welt passieren, gibt es noch immer Schüler in Hogwarts, welche Anhänger der neuen Weltordnung sind. Die der Meinung sind, dass nur Reinblüter das Recht besitzen sollen an der Spitze zu stehen. Doch öffentliche Meinungsäußerungen, solange sie nicht der Einstellung des Ministeriums entsprechen, werden in Hogwarts nicht länger geduldet.

Für den einen oder anderen Schüler wird dieses Jahr wohl mit einer Überraschung beginnen. Ob gut oder schlecht – Nun, davon werden wir uns überraschen lassen müssen.